Wissenswertes über Federn und Daunen

Daunen und Federn sind Wunderwerke der Natur. Fragen nach ihrer Herkunft, über Eigenschaften usw. werden anhand der nachfolgenden Punkte 1 bis 6 erläutert.

  1. Was sind Daunen?

Die Daune sieht aus wie eine feine Schneeflocke. Sie ist ein dreidimensionales Gebilde. Aus dem kaum sichtbaren Kern wachsen strahlenförmig seidenweiche Daunenbeinchen heraus mit feinsten Verästelungen, die eine Menge Luft speichern. Eine Daune wiegt nur etwa 0,001 – 0,002 g. Ein Kilo ist schon 1 Million Daunen.

  1. Woher kommen die Daunen?

Daunen sind das Daunengefieder des Wassergeflügels, also der Gänse und Enten. Landgeflügel wie Puten und Hühner hat keine Daunen. Daunen wachsen unter dem äußersten Schutzgefieder und sind im Brustbereich am häufigsten.

  1. Was sind Federn?

Die Feder bildet den äußeren, hauptsächlichen Schutz des Tierkörpers. Sie ist flach und zweidimensional. Sie hat einen durchgehenden Kiel, von dem zu beiden Seiten weiche Federhärchen abzweigen.

Die Gänsefeder: Der Kiel der ausgewachsenen Gänsefeder ist stumpf und rund. Die Feder ist stark gebogen und in der Form gedrungen. Am Fahnenende sieht sie aus wie abgeschnitten. Am unteren Teil hat sie oft einen reichen Flaum.

Die Entenfeder: Sie ist stark gebogen und zierlich. Nach oben läuft sie strahlenförmig oder spitz zu.

  1. Unterschiede zwischen Daunen und Federn

Vor allem haben sie eine unterschiedliche Struktur. Die Daune ist eine völlig eigene Gattung, sie ist nicht etwa eine junge oder kleine Feder, und sie entwickelt sich auch niemals zu einer Feder. Die Daune hat keinen Kiel, sondern nur einen punktförmigen Kern, wodurch sie viel elastischer ist. Daunen sind leichter als Federn. Da sie ein dreidimensionales Gebilde sind, haben sie mehr Volumen oder Füllkraft.

  1. Wie können so leichte Daunen so gut isolieren?

Wegen ihrer dreidimensionalen Struktur und ihrer Fähigkeit, sie stets wiederherzustellen, schließt eine Daune im Verhältnis zu ihrem Gewicht eine große Menge Luft ein. Jede Unze einer guten Daune hat etwa 2 Millionen flauschige Daunenbeinchen, die verzahnt ineinandergreifen. Sie bilden so eine Schicht nicht wärmeleitender Luft, die vor Kälte schützt. Wegen ihrer Elastizität kann man sie quetschen oder zusammendrücken; alles was nachher nötig ist, ist ein gutes Aufschütteln, damit die Daune in ihre alte Form zurückschnellt und sie behaglich und warm umgibt.

  1. Welches Geflügel liefert die besten Daunen?

Generell ist zu sagen, dass die größeren Daunen die besten Daunen sind. Und die größeren Daunen stammen von großen, ausgewachsenen Vögeln. Darum liefern Gänse gewöhnlich die beste Qualität. Aber auch große Enten liefern gute Daunen, doch hat eine Gänsedaune unter dem Mikroskop einen leicht unterschiedlichen Aufbau. Die größere Gänsedaune ist in der Tendenz stärker und hat mehr Füllkraft.

Die meistverbreiteten Irrtümer…

Daunen und Federn sind Meisterwerke der Natur. Durch ihre hervorragenden Eigenschaften leisten sie uns als Füllmaterial wertvolle Dienste. Leider gibt es über Federn und Daunen weit verbreitete Irrtümer, zu denen wir gerne Stellung nehmen:

Irrtum – Allergie

Denn: Milben scheitern an Daunendecken!

Gute Neuigkeiten für die vielen Menschen, die sich mit Hausstaubmilben-Allergie herumplagen: Sie müssen nicht mehr auf ein kuscheliges Daunen- und Federnbett verzichten. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben nämlich, dass in Zudecken mit Federfüllung praktisch keine Hausstaubmilben zu finden sind. Denn: Nicht die Federn ernähren die Milben, sondern der Mensch selbst. Was die Tierchen anlockt, sind die Hautschuppen der Menschen. Und davon verliert er genug: pro Tag etwa 0,5 bis 1 Gramm. Eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass nur 0,25 Gramm ausreichen, um mehrere tausend Milben über lange Zeit zu ernähren.

Viele Allergiker werden aufatmen, nachdem der Beweis erbracht ist, dass die Federn nicht zur bevorzugten Nahrung von Milben gehören und damit Daunen- und Federfüllungen nicht länger für sie tabu sind. Zudem wurde bei gleicher Gelegenheit herausgefunden, dass die Inletts, also die Hülle um die Füllung, so fein gewebt sind, dass die Milben gar keine Chance haben, ins Innere der Decken zu gelangen. Also: Auch für Hausstaubmilben-Allergiker gibt es ein “federleichtes” Schlafvergnügen.

Ein guter Tipp in dem Zusammenhang für Hausstaubmilben-Allergiker: Da man bei Ausziehen Hautschüppchen verliert, sollte man dies im Schlafzimmer vermeiden. Am sinnvollsten ist es, sich im Badezimmer umzuziehen.

“Gutachten zur Einschätzung der Relevanz der Bettfedern- (Keratin) Allergie”

Prof. Dr. med. Hofmann, Leiter des Institutes für Kinderheilkunde, Universitätsklinik Frankfurt am Main

“House dust mite allergen in pillows”,

Gutachten der Wellington Asthma Research Group, Wellington School of Medicine, New Zealand

“Ökologische Untersuchungen zur Hausstaubmilbenallergie”

Prof. Dr. Dr. H.-W. Jürgens, Anthropologisches Institut der Universität Kiel.

Irrtum – Hitzestau

Ob der Schläfer sich im Bett wohlfühlt oder nicht, wird maßgeblich durch das Klima in der Betthöhle bestimmt.

Die isolierende Wirkung einer Bettdecke hängt hauptsächlich ab von

  • dem Füllmaterial (z.B. Daunen und Federn)
  • der Füllmenge (in g)
  • der Steppart (z.B. Verarbeitung der Innenstege, Geometrie der Steppung)
  • dem Bauschverhalten, also der Fähigkeit der Füllung, die Luft zu binden, da dieses Luftpolster für das Isolationsvermögen der Decke äußerst wichtig ist,
  • der Anschmiegsamkeit (d.h. wie die Decke die Fähigkeit besitzt, sich den Formen des Schläfers und seinen Bewegungen anzupassen)

Daunen- und federngefüllte Bettwaren lassen sich ganz individuell im Hinblick auf die Bedürfnisse des Schläfers herstellen. Hierbei spielen die bevorzugte Raumtemperatur, die Wärmeabstrahlung des Körpers, die Transpirationsneigung und das Bewegungsverhalten während des Schlafes eine Rolle. Durch Variationen der Deckengröße, des Füllgewichtes und z.B. der Steppung kann das Bett “maßgeschneidert” werden.

Beim Kauf der jeweiligen Bettwaren ist somit neben der Jahreszeit, der Umgebungstemperatur, der Schlafraumtemperatur ganz entscheidend, welche Anforderungen der jeweilige Schläfer an die Decke stellt. Menschen, die sehr leicht frieren, können sich z.B. durch eine wohlige Daunenfüllung, verarbeitet mit Innenstegen für den Winter und einer leichten Daunendecke, z.B. verarbeitet mit Punktstepp im Sommer, wirklich optimal ausrüsten.

Eines gilt zu beachten: Zu empfehlen ist in jedem Fall die Komfortgröße für die Zudecke 155 x 220 cm.

Bitte klicken Sie hier, um weitere Informationen anzufordern (Broschüre “Natürlicher Gesunder Schlaf in neuen Federbetten”).

 

Irrtum – Pflege

Denn: Die richtige Pflege von Daunen- und Federbetten ist sehr einfach!

  1. Bei trockenem Wetter am offenen Fenster aufschütteln und lüften. So wird die Füllung gelockert und neue Lufträume geschaffen. Lüften sorgt für den Abtransport der Nachtfeuchtigkeit. Daunen- und Federbetten sind dankbar und genügsam. Daunen und Federn sind nicht wasserscheu! Bitte auf gründliche Trocknung achten!

Bitte nie in die pralle Sonne legen oder klopfen und saugen!

  1. Das Reinigen der Füllung kann im Bettenfachgeschäft erfolgen oder die Zudecke oder das Kissen können in der Waschmaschine gewaschen werden. Bitte beachten Sie Pflegeanleitungen, die sich an dem Bettstück befinden.

Daune bleibt Daune

Nach einem rechtskräftigen Urteil des Oberlandesgericht Stuttgart – die Revision der Beklagten wurde vom Bundesgerichtshof nicht angenommen – ist es unzulässig, in der Werbung für Bettwaren die Bezeichnung “Synthetik-Daune” zu verwenden (OLG Stuttgart 2 U 86/99 – BGH, Beschl. vom 21.09.2000, 1 ZR 287/99).

Der Verband der Deutschen Daunen- und Federnindustrie hat einen seit Anfang 1999 andauernden Rechtsstreit endgültig für sich entschieden und damit einen großen Erfolg für den Schutz des Verbrauchers erzielt.

Das Gericht stellte fest, dass die Verwendung der Bezeichnung “Synthetik-Daune” irreführend für Verbraucher ist. Da das Wort “Daune” seit alters her ein fester Begriff für ein hochwertiges Naturprodukt ist, könne der falsche Eindruck entstehen, dass es sich bei der sogenannten “Synthetik-Daune” um eine mit Zusatzstoffen bearbeitete Natur-Daune handelt. Tatsächlich aber bestand sie im vorliegenden Fall zu 100 Prozent aus Hochbauschpolyester-Hohlfasern und reichte in ihren wesentlichen Merkmalen nicht an die natürliche Daune vom Wassergeflügel heran.

Das Naturprodukt Daune ist das wertvollste Teil des Gefieders des Wassergeflügels. Es ist flaumig, filigran verästelt und superleicht. Der sogenannten “Synthetik-Daune” fehlen all diese Eigenschaften, sie ähnelt in ihrem stofflichen Verbund der Watte. Damit steht sie den verbreitet angebotenen Bettwarenfüllungen aus Kunststoff weit näher als einer hochwertigen Füllung aus natürlichen Daunen.

Aus diesem Grund ist die Bezeichnung “Daune” – in der Wortkombination “Synthetik-Daune” – irreführend, denn sie suggeriert dem Verbraucher, dass das synthetische Material der Naturdaune ähnlich sei.

Auch in Zukunft kann der Verbraucher also davon ausgehen, dass als Daune nur das bezeichnet wird, was diesen Namen auch verdient: Ein hochwertiges, einmaliges Naturprodukt.